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08. Juni 2009

Soziale Netzwerke im Internet - Privatsphäre schützen

Kategorie: VOBSNews
Von: MK

Ein neuer AK Ratgeber „Soziale Netzwerke im Internet“ geht den sozialen Netzwerken nach und gibt Tipps, wie Nutzer ihre Privatsphäre schützen können.

Datenspuren im Web

Web 2.0-Plattformen, also soziale Netzwerke wie Facebook oder My Space, boomen. Weltweit sind nach Betreiberangaben allein bei Facebook 200 Millionen Menschen angemeldet, rund 500.000 davon in Österreich. „Was immer Sie im Internet machen, hinterlässt Datenspuren, die bestens geeignet für Personenprofile sind“, warnt AK Konsumentenschützerin Daniela Zimmer. „Gehen Sie daher sorgsam mit persönlichen Informationen um.“

Ein neuer Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterAK Ratgeber „Soziale Netzwerke im Internet“ geht den sozialen Netzwerken nach und gibt Tipps, wie Nutzer ihre Privatsphäre schützen können.

Bilder und Texte sind schwer zu entfernen

Weltweit im Netz Kontakte knüpfen, sich selbst durch ein Profil im Internet darstellen und auf sich aufmerksam machen oder einen digitalen Treffpunkt zu haben, das sind einige Vorteile der sozialen Netzwerkplattformen.

Aber Datenschützer haben zunehmend Sorge, wie freizügig die Nutzer bei ihren Angaben über sich oder andere sind und wie einfach das Anlegen von kommerziellen Interessens- und Verhaltensprofilen über jeden einzelnen Nutzer ist. Es darf auch nicht vergessen werden, dass das Gedächtnis des Internets lang ist. Veröffentlichte Bilder und Texte sind oft nur noch schwer zu entfernen.

Personensuchmaschinen liefern kompakte Profile über alle Informationen zu einer Person im Netz, entsprechende Verwechslungsgefahr mit namensgleichen Personen inklusive. Cyber-Mobbing (schlimmer Kommentar über Dritte im Netz) kommen ebenso vor wie Identitätsklau bei schlechter Datensicherung (jemand tritt im eigenen Namen auf).

Phishingangriffe auf Netzwerke

Die Netzwerke - zuletzt Facebook – sind auch Ziel von Phishing-angriffen: Mails mit versteckten Programmen werden in Umlauf gebracht, die die Login-Daten und Informationen von Usern ausspähen. Das Sammeln von Surfprofilen und vom Nutzer selbst erzeugten Inhalten (etwa Profile, Bilder, Kommentare) ermöglicht die auf Webseiten geschaltenen Werbungen stark zu indivi-dualisieren. Eine so zielgenaue Kundenansprache gibt es nur online.

Die AK fordert mehr Schutz für Internet-User

So sollten die Web 2.0-Nutzer die Kontrolle über einmal im Internet veröffentlichte Daten stets behalten. Sie sollten das Recht haben, für selbsterzeugte Inhalte ein Verfallsdatum vorzusehen und personenbezogene Daten auf Wunsch wieder löschen können. Derzeit sind die Nutzer auch bei den einfachsten Datenschutz-maßnahmen auf den guten Willen der Anbieter angewiesen. Jeder Dienste-Anbieter sollte etwa die Nutzung auch mit einem Nicknamen oder Pseudonym ermöglichen und Suchmaschinen-zugriffe von der Zustimmung der Betroffenen abhängig machen.

Quelle: AK Wien