• ab 1818
  • 1818

    Der Zürcher Mechaniker Johann Caspar Bodmer scheitert mit dem Versuch mit dem Dampfschiff Stephanie von Konstanz nach Meersburg und zurück zu fahren. 

  • 1. Dezember 1824

    Das Dampfschiff Wilhelm der Friedrichshafener Dampfboot-Gesellschaft nimmt seine regelmäßigen Fahrten zwischen Friedrichshafen, Rohrschach und Romanshorn auf. 

    In den folgenden Jahren wurden in Konstanz, Lindau und Schaffhausen Dampf-schifffahrtsunternehmen gegründet, die alle im Laufe der Zeit verstaatlicht wurden.

  • ab 1842

    Der Bregenzer Schiffshafen wird gebaut.

  • 1849/50

    Die Hafenanlage in Bregenz wird - nach scharfer Kritik des Auslandes - saniert und mit zwei Leuchttürmen ergänzt. Diese werden Salz- und Pfefferbüchsle genannt. Der Bregenzer Hafen mit seiner aus der Güter-Segelschifffahrtszeit stammenden Anlagen ist sehr eng gehalten. Dampfschiffe müssen bei schlechten Witterungsverhältnisse gefährliche Manöver durchführen oder können nicht anlegen. 

  • 1855

    Die Schweizerische Nordostbahn nimmt den Schiffsverkehr auf dem Bodensee auf. Sie starten mit zwei Schleppschiffen und zwei Dampfschiffen, der SS Thurgau und der SS Zürich.

  • Österreichische Schifffahrt
  • 1883

    Im Zuge des Baus der Arlbergbahn entschließt sich die österreichische Regierung zur Gründung einer Schifffahrtgesellschaft auf dem Bodensee. Die k. u. k. Dampfschifffahrtsinspektion nimmt ihre Arbeit auf.

  • 1884
  • 1884

    Der Bregenzer Hafen wird großzügig umgebaut. Er ist zu klein geworden. Drei große Schiffe können nun gleichzeitig anlegen. Der große Molo und die Ausläufer der Seeanlagen dienen als Wellenbrecher zum Schutz der im Hafen liegenden Schiffe.

  • 1885

    Das Dampfboot Caroline übernimmt Ausflugs- und kleinere Gesellschaftsfahrten. Sie wechselt mehrmals den Besitzer und wird 1929 in Konstanz ausgemustert. Sie war das erste Schraubendampfschiff auf dem Bodensee.

  • 1885

    Als Salondampfer nimmt das Dampfschiff Kaiser Franz Josef I. seine regelmäßigen Fahrten auf. 

  • 1986

    Auf Grund des seit 1.Juni 1886 bestehenden deutsch-österreichischen Gemeinschaftsabkommens haben die österreichischen Schiffe im Schifffahrtsverband einen Fahranteil von rund 25 Prozent zu leisten. Im selben Verhältnis werden auch die Einnahmen verteilt. Sonderfahrten stellen bereits eine Haupteinnahmequelle dar.

  • * 1887

    Der Bregenzer Schiffspark wird durch das Schiff Kaiserin Elisabeth erweitert ...

  • 1891

    Auf dem Kohlenlagerplatz des einstigen Bergwerkes "Wirtatobel" bei Bregenz wird Ende der 1880er-Jahre mit den Aushubarbeiten für das Trockendock begonnen. Im Herbst 1891 ist es fertiggestellt.

  • * 1992

    ... und mit dem Schwesternschiff Kaiserin Maria Theresia ergänzt.

  • 1900
  • 1910

    Das auch Propeller genannte Schraubendampfboot Bregenz wird in Vorarlberg umbenannt.

  • 1913

    Das Dampfschiff Hohentwiel sticht erstmals für die Königlich Württembergischen Staatsbahnen in See.

  • 1914

    Der Glattdeckdampfer Habsburg wird außer Dienst gestellt, 1915 verkauft, 1921 zerlegt und in Linz wieder aufgebaut. Er fährt bis in die 80er-Jahre in der rumänischen Donauschifffahrt.

  • 1914 bis 1918

    Während des Ersten Weltkriegs bracht internationale Güteraustausch ab. Der Personenverkehr verringerte sich in den ersten zwei Jahren um mehr als die Hälfte.

  • 1917

    Das Schraubendampfboot Vorarlberg - bis 1910 Stadt Bregenz - wird außer Dienst gestellt.

  • 1918
  • 1918

    Die Erstbauten Austria und Habsburg kommen nach dem Ersten Weltkrieg nicht mehr zum Einsatz. Der Trajektverkehr wird vorübergehend eingestellt.

  • Ende der Monarchie

    Mit dem Ende der österreichisch-ungarischen Monarchie erhalten alle verbleibenden Dampfschiffe, soweit ihre Namen an die Habsburger-Zeit erinnern, neue Namen. So werden die Schiff Kaiser Franz Joseph I. in Dornbirn, Kaiserin Elisabeth in Bludenz und Kaiserin Maria Theresia in Feldkirch umbenannt.

  • 1925

    Der Trajektverkehr wird wiederaufgenommen. Bald zeichnete sich ab, dass dieser nicht mehr seine einstige Bedeutung erlangen würde. Die Trajektkähne auch der benachbarten Schifffahrtsunternehmen wurden nach und nach verkauft.

  • 1925

    Auf dem Untersee und dem Rhein verkehrt mit dem Motorboot Konstanz das erste dieselbetriebene Linienschiff. Es stellt sich heraus, dass der Betrieb eines Motorschiffes wirtschaftlicher ist als der eines Dampfschiffs.

  • 1927

    Nach Auflassung des Trajektverkehrs wird die Anlage in Bregenz abgebrochen.

  • 1931

    Das Dampfschiff Feldkirch wird außer Dienst gestellt.

  • 1937

    Das Dampfschiff Dornbirn wird außer Dienst gestellt.

  • 1939
  • 1939

    Die Rationierung von Dieseltreibstoff erschwert den Schiffsverkehr.

  • 1940

    Mit dem im Jahre 1938 erfolgten Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich verliert die Österreichische Bodenseeschifffahrt ihre Selbständigkeit und ihre Flotte. Die Schifffahrtsinspektion Bregenz wird am 1. Jänner 1940 aufgelöst und die Verwaltung der Schiffe vom Maschinenamt Lindau übernommen.

  • 1940

    In Lindau befindet sich eine bestens ausgerüstete Schiffswerft. Die Deutsche Reichsbahn hat kein Interesse am Weiterbestand des Bregenzer Werftanlage. Das Dock wurde zugeschüttet und der 38 m hohe Werftkamin gesprengt. 

  • 1945
  • 1945

    Kurz vor Kriegsende sollen die Bodenseeschiffe versenkt werden, um nicht in die Hände der Franzosen zu gelangen. Dies wird verhindert, indem vier Österreichische mit sechs Bayrischen Schiffen heimlich in die neutrale Schweiz geschmuggelt und dort vor Ankel gelegt werden.

  • ab 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts

    Aus der bisherigen Handels- und Verkehrsflotte wird eine reine Ausflugsschifffahrt und somit unverzichtbarer Teil der touristischen Infrastruktur in der Erholungslandschaft des Bodenseeraumes.

  • 1952

    Die „Weiße Flotte“ schließt sich mit den Bodenseeschiffsbetrieben Konstanz (BSB), der Schweizerischen Bodenseeschifffahrt AG Romanshorn (SBS) und der Schweizerischen Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein (URh) zum Verband „Vereinigte Schifffahrtsverwaltungen für Bodensee und Rhein“ (VSU) zusammen.

    Gemeinsam betreiben sie die Großfahrtschifffahrt auf dem Bodensee und stimmen die Fahrpläne mit den Eisenbahn- und Busfahrplänen ab.

  • 1952

    Die Stadt Bregenz wird im Laufe der Jahre mehrmals umgebaut. Im Jahre 1952 wird aus Ersparnisgründen von Kohle-  auf Schwerölfeuerung umgestellt.

  • 1961

    Die Österreichischen Bodenseeschiffe werden auf einem in Fußach errichteten Schiffsbauplatz, einem Filialbetrieb der österreichischen Schiffswerften AG Linz–Korneuburg, überholt. Hier entsteht auch das Motorschiff Vorarlberg.
     

  • 11. August 1965

    Die Stadt Bregenz unternimmt ihre letzte Fahrt. Sie wird verkauft und 1967 abgewrackt. Damit verschwindet eines der schönsten Bodenseeschiffe.

  • 1976

    Das bisherige Donauschiff Kriemhild wird als Montafon auf dem Bodensee eingesetzt.

  • Jubiläumsjahr 1984
  • 1984

    Im Jubiläumsjahr 1984 verfügt die österreichische Bodenseeschifffahrt über drei Motorschiffe: MS Vorarlberg, MS Austria und MS Österreich, sowie über drei Motorboote: MB Montafon (II), MB Dornbirn und MB Feldkirch.

    Wegen ihres weißen Anstrichs wird sie oft als „Weiße Flotte“ bezeichnet.

  • 1990
  • 1994

    Das neue Hafengebäude wird feierlich eröffnet.

  • 2000
  • 2005

    Die Österreichischen Bundesbahnen verkaufen die Bodenseeschifffahrt an die Vorarlberger Illwerke und den Unternehmer Walter Klaus. Seither fährt die Österreichische Bodenseeflotte unter Vorarlberg Lines.

  • 2007

    Das Motorboot Feldkirch wird außer Dienst gestellt.

  • 2020
  • Impressum

    Diese Zusammenstellung basiert auf 'Bilder | 100 Jahre Bodenseeschifffahrt' und dem Dokument Begleittext.pdf der 'Basisinformationen'. Diese finden Sie inkl. des Impressums unter Material bzw. Multimedia, wo weitere Bilder und ergänzende Informationen enthalten sein können.