• Politische Ereignisse
  • in Frankreich
  • 1789

    Ausbruch der Revolution

  • 1792

    Abschaffung des Königtums

  • 1793

    König Ludwig der XVI. wird hingerichtet.

  • 1795

    Direktoralregierung

  • 1799

    Napoleon wird für zehn Jahre erster Konsul.

  • 1802

    Napoleon wird Konsul auf Lebenszeit.

  • 1804

    Napoleon wird Kaiser der Franzosen.

  • Politische Ereignisse
  • in Österreich
  • 1790

    Kaiser Joseph II. stirbt.
    Sein Nachfolger ist Leopold II.

  • 1792

    Tod Kaiser Leopolds II.
    Ihm folgt Kaiser Franz II.

  • 1804

    Der römisch-deutsche Kaiser Franz II. nimmt den Titel eines Kaisers von Österreich an. Als Kaiser von Österreich ist er Franz I.

  • 1806

    Nach der Gründung des Rheinbundes mit Napoleon als Protektor legt Franz als römisch-deutscher Kaiser die deutsche Kaiserkrone nieder. Durch den Beitritt vieler deutscher Fürsten zum Rheinbund erhält das deutsche Kaisertum den Todesstoß.

  • Erster Koalitionskrieg (1796)
  • Vorgeschichte

    Infolge der Französischen Revolution kommt es zum ersten Koalitionskrieg (1792 bis 1797) gegen Frankreich. Dieser geht hauptsächlich von Österreich aus. So wird auch Vorarlberg in den Krieg hineingezogen.

  • 1796
  • 29. August 1796

    Kämpfe bei Dornbirn, am 16. September bei Lauterach, am 19. September bei Hörbranz und Lochau

  • August/September 1796

    Im Laufe der Kämpfe Ende August und September, an denen die Vorarlberger Milizen den größten und verdienstvollsten Anteil haben, werden die Franzosen nach Bregenz zurückgetrieben und verlassen am 21. September das Land.

  • 17. Oktober 1797

    Der Friede zwischen Österreich und Frankreich zu Campo Formio vom 17. Oktober 1797 bringt unserem Land wieder Ruhe.

    Das linke Rheinufer wird an Frankreich abgetreten.

  • Zweiter Koalitionskrieg (1799 bis 1804)
  • Hintergrund

    Russland, Österreich, England, Portugal, Neapel und die Türkei kämpfen gegen Frankreich. Preußen hält sich abseits.

  • 1799
  • 7. März 1799

    Die Franzosen rücken von der Schweiz her an. Es gilt die Befestigungen von und um Feldkirch zu stärken. Es folgen Kämpfe in Tisis bei Feldkirch. Die Franzosen werden abgewehrt und besiegt.

    Landammann Hauptmann Battlog macht sich dabei auf der Letze bei Feldkirch besonders verdient.

  • 21./25. März 1799

    Sieg des Erzherzogs Karl über die Franzosen bei Ostrach und am 25. März bei Stockach im Bodenseeraum. Wegen französischer Erfolge außerhalb Vorarlbergs kann dies nicht ausgenützt werden.

  • 20. Mai 1799

    Erzherzog Karl rühmt in einem Schreiben an die Landstände in Vorarlberg die „besondere Tapferkeit der Landesschützen sowie die treue Mitwirkung der Einwohner von Vorarlberg und dem Montafon“.

  • 4. Juni 1799

    Sieg Erzherzog Karls über die Franzosen bei Zürich

  • 14. bis 29. Oktober 1799

    General Suworow ist mit seinen russischen Truppen in Vorarlberg.

  • 1800
  • Anfang Mai 1800

    Die Franzosen dringen in Süddeutschland vor.

  • 11. Mai 1800

    Bregenz wird von den Franzosen besetzt.

  • Mitte Juli 1800 bis März 1801

    Die Franzosen besetzen Vorarlberg. Durch die vergangenen Kriege wirken sich die die Kontributionen(Zwangseinhebung von Geldbeträgen im feindlichen Gebiet)besonders schwer auf das Vorarlberger Volk aus.

  • 25. Oktober 1800

    Landammann Hauptmann Batlogg stirbt bei der Grenzwacht in den Montafoner Bergen bei St. Anton i. M.

  • 1801
  • 9. Februar 1801

    Mit dem Friedensschluss von Luneville zieht wieder Friede in Vorarlberg ein. Die Gebiete links des Rheins werden abermals an Frankreich abgetreten und der Frieden von Campo Formio wird bestätigt.

  • 1803
  • 25. Februar 1803

    Die Beschlüsse der Reichsdeputation vom 26. September 1802 und vom 8. Oktober 1802, wonach die weingartische Herrschaft Blumenegg an das Haus Oranien-Nassau und die Herrschaft St. Gerold, welche dem Stift Einsiedeln gehörte, an das Haus Oranien-Dillenburg abgetreten wurden, werden bestätigt.

  • 1803
  • 23. Juni 1804

    Österreich kauft die beiden Herrschaften Blumenegg und St. Gerold.

  • Dritter Koalitionskrieg (1805 bis 1806)
  • 25./26. Dezember 1805

    Der dritte Koalitionskrieg wird von den Gegnern Frankreichs ebenfalls verloren. Frankreich siegt unter Napoleon. Im Frieden zu Preßburg wird Tirol und Vorarlberg an Bayern abgetreten.

    Bayern wird von Napoleons Gnaden ein Königtum.

  • 1806
  • Vorarlberg unter den Bayern (1806 bis 1814)
  • 1806
  • Juni 1806

    Die 24 Gerichte des Landes werden aufgehoben. Sie stellen bis dahin die kleinste Verwaltungseinheit dar. Das Land wird in Gemeinden und sieben neue Landgerichte eingeteilt. Damit werden Verwaltung und Rechtsprechung getrennt.

  • 15. November 1806

    Aufhebung der bisherigen Wehrverfassung (Landesverteidigung durch von den Landständen bestimmte Ausschüsse) und Einführung der allgemeinen Wehrpflicht.

  • 1807
  • 1808
  • 1. Mai 1808

    Auflösung der Vorarlberger Landstände

  • 1809
  • 1809

    Die Maßnahmen werden von bestechlichen bayrischen Beamten vollzogen. Tradition, althergebrachte Überlieferungen, Rechte und Bräuche werden von der an sich gut durchdachten Staatsordnung der Bayern ignoriert. Die Hauptverantwortlichen, Landeskommissär Merz und der Generallandeskommissär vom Illerkreis, Graf von Reisach, werden vor einem Gericht in Lindau teilweise überführt. Viel Unrecht kann nicht mehr ungeschehen gemacht werden.

    Das bereits durch die Franzosenkriege geschwächte und arme Land ist nach drei Jahren reif zum Aufstand.

  • 9. April 1809

    Gegen den Willen Erzherzog Karls kommt es am 9. April 1809 zum Kampf gegen Bayern und Frankreich.

  • 24. April 1809

    Österreichische Truppen rücken unter Hauptmann Camihel über den Arlberg in Bludenz ein. Diesen mehr als 100 Mann schließen sich freiwillige Schützenkompanien aus dem Klostertal unter Hauptmann Burtscher, aus Bludenz unter Hauptmann Riedmiller und Montafoner verstärkt durch Tiroler Schützen an.

  • 25. April 1809

    Bregenz wieder von Österreich besetzt.

  • 9. Mai 1809

    Die Vorarlberger Landstände beschließen den Kampf gegen die Bayern.

  • 13. bis 22. Mai 1809

    Ausfälle der Vorarlberger Landesverteidiger bis Ludwigshafen und Immenstadt. Die Bayern versuchen eine große Menge von Ausrüstungsgegenständen und Munition von Lindau über Konstanz nach Ulm zu bringen. Dies nützen die Vorarlberger Hauptleute Riedmiller, Ellensohn und Walser. Sie fahren über den See und erobern den größten Teil des Frachtgutes. Auch eine Beutefahrt nach Friedrichshafen bringt guten Erfolg.

  • 21./22. Mai 1809

    Napoleon wird von Erzherzog Karl bei Aspern besiegt.

  • Mai 1809

    Die österreichischen Truppen werden im Unterinntal geschlagen. Kommissär Dr. Schneider beruft die außer Landes stehenden Schützenkompanien zurück. Der Kommandant der österreichischen Truppen in Vorarlberg, Hauptmann Camihel, flüchtet. Auch österreichische Infanteristen und Reiter lassen Vorarlberg im Stich. Nicht die Städte Vorarlbergs, sondern vor allem die Bauern rufen zur Verteidigung.

  • 25. Mai 1809

    Bregenz, Lauterach, Dornbirn und das übrige Unterland werden neuerdings von den Franzosen unter Oberst Grouvel besetzt. Die Oberländer Schützen unter Führung von Bernard Riedmiller, Siegmund Nachbaur und Johann Ellensohn ziehen sich nach Rankweil zurück.

  • Juni 1809

    Da nach dem missglückten Einfall der Franzosen in Vorarlberg am 29. Mai der württembergische König von Napoleon direkt eine Verstärkung der französischen Truppen an der Nordgrenze unseres Landes verlangte, mussten auch die Vorarlberger ihre Truppen weiter verstärken. Der Landsturm wird einberufen. Die Zahl der Landesverteidiger steigt auf etwa 10.000 Mann. Die Truppen sind aber nicht ausreichend bewaffnet.

  • 5./6. Juli 1809

    Die Österreicher verlieren die Schlacht bei Wagram.

  • 12. Juli 1809

    Der Waffenstillstand von Znaim wird beschlossen. Es hat keinen Sinn mehr, dass die Vorarlberger Freiheitskämpfer Widerstand leisten.

  • Juli 1809

    Bei Wangen beginnen die Majore Nachbauer, Riedmiller und Ellensohn mit etwa 2.000 Mann den Kampf. Sie werden durch feindliche Truppenverstärkungen zurückzutrieben und bis an die Leiblach verfolgt.

  • 6./7. August 1809

    Württembergische Truppen rücken in Bregenz ein, französische tags darauf über den Arlberg. Schneider begibt sich freiwillig in württembergische Gefangenschaft, in der er ein Jahr bleibt. Riedmiller und Müller verlassen das Land auf Dauer. Nachbaur kehrt nach dem Friedensschluss wieder zurück.

  • 1813
  • 1814
  • 1814

    Mit der Rückkehr zu Österreich verliert Vorarlberg das Westallgäu. Dieser Teil blieb als Landgericht Weiler bei Bayern.

  • Erbe Bayerns

    Die Bayern führen einen Kataster, die Besitzaufnahme aller Grundstücke, und eine Feuerversicherung nach Objektwert ein. Sie führen die Gemeinden als kleinste Verwaltungseinheit ein und trennen so Verwaltung und Gerichtsbarkeit.

    Die Opfer, die von den Vorarlbergern gebracht wurden, finden nicht den erwarteten Dank durch den Kaiser. Die von den Bayern geschaffenen Verhältnisse bleiben im Großen und Ganzen aufrecht. Die Stände werden nur zum Schein wieder geschaffen, aber nie einberufen und verlieren jegliche Bedeutung. Erst die Revolutionen und Bestrebungen im 19. Jh. können im Nachhinein manche Wünsche des Landes erfüllen.

  • Erbe Frankreichs

    Ein Großteil der Uniformen der Hörbranzer Fronleichnamsschützen errinnert heute noch an die der Napoleonischen Armee. 

  • Zusatzbilder (Personen und Dokumente)
  • Personen
  • Dokumente
  • Impressum

    Diese Zusammenstellung basiert aus den Bilder der Bildergalerie und dem Begleittext der Basisinformationen. Diese finden Sie inkl. des Impressums unter Material bzw Bildergalerie, wo weitere Bilder und ergänzende Informationen enthalten sein können.